Was bleibt von 68?

Die 68er-Bewegung war darauf ausgelegt, alles zu zerstören. Der Feldzug gegen Familie, Glauben, Nation und Geschichte trägt die letzten Blüten. Wollen wir hoffen, dass die Leute nach 50 Jahren Selbstzerstörung  bemerken, was die angebliche „Freiheit“ angerichtet hat. von Florian Müller

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Gerade im liberalen Lager fordert man eine Differenzierung: Die echten 68er versorgten die neue Generation mit aus dem Ärmel geschüttelter Freiheit; erst die späten Nachfolgebewegungen, die Grünen, Pseudofeministen und die letzten in der Reihe, die modernen Krieger für politische Korrektheit und die Antifanten, seien schlechte Entwicklungen. Die Kinder und Enkelkinder der Hippiebewegung hätten übertrieben, die Idee missbraucht und entfremdet, die Ideale der Freiheit falsch verstanden. Man stelle sich vor, jemand öffnet ein Ventil. Sofort beginnt Wasser auszulaufen. Erst ist der Boden benetzt, langsam steigt der Spiegel und schließlich steht die ganze Wohnung unter Wasser. Wie absurd ist es zu behaupten, die Schuld läge beim 3000sten Liter? Davor hätte man ja noch alles aufwischen können.

 

Stattdessen ist jedem geistig gesunden Menschen klar: Das Öffnen des Ventils verursachte den Schaden. Die 68er-Bewegung hat den Deutschen beinahe alles genommen, was sie noch hatten. Vom Kriege gezeichnet, eine Generation ohne Väter, eine schwache Gesellschaft wurde von ihren Kindern angegriffen und innerhalb weniger Jahren beanspruchte eine ganze Generation unzufriedener Halbstarker die moralische und intellektuelle Hoheit der Bundesrepublik. Die 68er-Bewegung öffnete das Ventil für all die Perversionen und Falschheiten, die zu den himmelschreienden Problemen der letzten Jahrzehnte führten. Fast alles Schlechte, mit dem wir im Jahr 2018 zu kämpfen haben, basiert auf der „friedlichen“ Revolution angeblicher Aufklärer und Freiheitskämpfer. 

 

 

Religion

Protestanten und Katholiken wurden innerhalb von drei Jahrzehnten vollkommen korrumpiert. Aus stolzen Christen, die im Sinne ihres Erlösers leben und sich nach christlichen Werten richten, ist eine dermaßen degenerierte Christenheit entstanden, dass es nicht schade wäre, würde sie demnächst das Zeitliche segnen. Fast das gesamte Land (wenn jemand noch ernstzunehmende Christen außer Karl Napf kennt, darf er gerne vermitteln, wir suchen einen Interviewpartner) besteht aus opportunistischen Pseudochristen, die im Zeichen der „Befreiung“ oder der „Selbstverwirklichung“ das komplette christliche Regelwerk über Bord geworfen haben, nur um sich mit vogelartiger Präzision die Rosinen aus ihrem sogenannten „Glauben“ herauszupicken. Die Schwächung der Kirche war ein offen erklärtes Ziel der 68er-Bewegung, hinderte es sie doch daran, unmoralisch und ungeniert ihre hedonistischen Ergüsse hervorzubringen, herumzuhuren und sich eine eigene „Moral“ auszudenken.

 

Auch wenn das europäische Christentum - man muss hier deutlich zwischen lateinamerikanischen oder asiatischen Christen unterscheiden – laut Nietzsche schon länger im Sterben lag, die nihilistische Revolte der damaligen und heutigen Scheinriesen schmiedete den letzten Sargnagel eines ernstzunehmenden und vor allem gesellschaftsstützenden Glaubens. Ein funktionierender Staat braucht eine funktionierende Religion, die als Kontrapunkt zum säkularen Leben spirituelle Alternativen anbietet. Geistliche Unterstützung, Glaubensgemeinschaft, moralischen Halt für Menschen, die genau dies suchen. Stattdessen ein Papst der Flüchtlingen die Füße küsst, geistig vollkommen malade Pfaffen, die sich die eigenen Taschen voll stopfen und im Angesicht des Islams ihre Kreuze abhängen: eine Anbiederung an Politik und Zeitgeist im großen Stil der dreißiger Jahre.

 

 

Familie

Noch schwerwiegender als die Dekonstruktion erwachsenen Glaubens ist der Vernichtungsfeldzug gegen die Familie. Seit 50 Jahren zieht sich die Zerstörung der „Keimzelle der Gesellschaft“ wie ein roter Faden durch den Westen. Mit der ersten Kommune – mittlerweile ist bekannt, dass das Hippieleben doch nicht so rosig war – propagierte man freie Liebe, Vielweiberei und spottete über die „faschistischen“ Familienbilder der 50er Jahre. Der Kampf gegen „Vater, Mutter, Kinder“ wird dermaßen verbissen und raffiniert geführt, dass man mittlerweile davon ausgehen kann, dass der Wunsch nach Familienzerstörung das Hauptanliegen der linken Revolutionäre war und ist.

 

Man stellt sich gegen die Ehe, gegen Kinder, will Pädophilie und Homosexualität weiter fördern, lehnt jegliche familiäre Verantwortung grundlegend ab. Man fordert staatliche Indoktrination ab dem ersten Lebensjahr, kämpft seit 50 Jahren dafür, dass Mütter möglichst früh ihre Kinder verlassen und unter dem Leitstern der sogenannten „Emanzipation“ den Arbeitsmarkt übersättigen. Und während die „selbstbewussten“ Frauen die Löhne drücken, sodass es schwer möglich ist, als Mann seine Familie zu ernähren, wird offen und unverblümt gegen alles Männliche gekämpft, was in diesem weibischen Staate überhaupt noch übrig ist. Männer werden zu Zweitfrauen erzogen, die sich weder durchsetzen noch kämpfen noch überhaupt irgendwie wehren können. Geistige und körperliche Stärke wird degradiert. 1968, wie auch im Jahr 2018, sind die Väter das erklärte Feindbild der linken Strömungen und allzu oft wird dieser Feldzug von Männern getragen, die ohne ihr Wissen kastriert wurden und für die „gute“ Sache kämpfen. 

 

 

Geschichte

Volk und Gesellschaft wachsen aus dem Historischen. Die deutsche Geschichte ist eine der schönsten, abwechslungsreichsten und vielleicht kompliziertesten Geschichten der Welt. Im Herzen Europas durchlief der Staat Tausende Jahre Wandlung. Heute wird die Geschichte in Schulen, Universitäten und an Stammtischen auf zwölf Jahre Nationalsozialismus reduziert. Und auch vor 50 Jahren stellten sich die 68er gegen die Vergangenheit des 3. Reiches und beschränkten ihr eigenes Geschichtsverständnis auf die Ablehnung des Nationalsozialismus. Wenn man heute vom Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen schwärmt, bekommt man selbst in „gebildeten“ Kreisen mehr unverständige Blicke, als wenn man glutenfreie Sojacracker befürwortet. Unsere gesamte deutsche Geschichte 

wurde durch die von Selbsthass zerfressenen Institutionenbesetzer kollektiv ausgelöscht. Auch nur das leiseste Aufflackern eines Stolzes auf die eigene Nation wird so von Kindesbeinen an mit Stumpf und Stiel ausgerottet. 

 

 

Philosophie

Dazu kommt eine radikale Ich-Fixierung. Jedes Kind wird als Wunderknabe und Traumprinzessin erzogen, das nur wegen des bösen Lehrers, der gemeinen Umwelt oder des schlechten Wetters es nicht zum neuen Beethoven gebracht hat. Etwas Individualismus kann niemals schaden, problematisch wird es aber bei der Subjektivierung von Richtig oder Falsch. Ethisch oder rechtlich verwerfliches Verhalten wird durch die Freiheit des eigenen Ichs legitimiert. Dieser moralische Hyperindividualismus verseucht das komplette Zusammenleben. Das beginnt mit so banalen Sachen wie Unpünktlichkeit („MIR kam was dazwischen“), geht über Rechtfertigungsstrategien („ICH bin halt so“) und endet bei der Akzeptanz muslimischer Zwänge, die nicht einmal mehr grundgesetzkonform sind. Man akzeptiert Kopftuch, Vielehe, Pädophilie oder Zwangsheirat, weil man „aus der Sicht ihrer Kultur“ solche Überzeugungen verstehen kann. Die Wahrheit wird relativiert. Radikal. Das Aufbrechen kollektiver Normen führt unweigerlich zum Untergang eines funktionierenden Gemeinwesens. 

 

 

Finis Germaniae

Die linken Volks- und Wertezerstörer sind nicht einmal in der Überzahl. Ein erschreckend kleiner Anteil trotteliger Studenten, überbezahlter Politiker und dummdreister Journalisten bläht seine kranken Überzeugungen so auf, dass sich die Anständigen in der kleinen Minderheit sehen. Dem ist nicht so. Die 68er haben es geschafft, die Schlüsselstellen der Institutionen und vor allem das Bildungswesen vollkommen zu besetzen. Diese katalysatorische Wirkung einer kleinen Gruppe reicht aus, ein Ex-80-Millionen-Volk so dermaßen an die Wand zu fahren, dass es mittlerweile wahrscheinlich ist, dass in einigen Jahrzehnten kein Deutschland mehr existiert.

 

Mit ihrem krankhaftem Hass auf alles Gewachsene, alles Schöne und Gute, alle Strukturen und Werte, der Verachtung der Ordnung und des Eigenen, deutet alles darauf hin, dass unsere Achillessehne durchtrennt wurde. Der Todestrieb der 68er und ihrer Nachfolger resultiert in der Abschaffung Deutschlands und ist auch in letzter Konsequenz die Triebfeder für die unkontrollierte Zuwanderung. Diese Zuwanderung wird ein gründlicheres Werk verrichten, als es sechs Jahre Vernichtungskrieg vermochten. Nein, die 68er-Bewegung hat sich im Kern nicht verändert. Lediglich die Machtposition und die Dummheit der „Neuen Linken“ wuchsen weiter an. Ideologisch haben wir heute wie vor 50 Jahren die gleichen Terroristen.