Wer beherrscht die Welt von morgen?

Christian Schwochert hat Peter Orzechowskis „Wer beherrscht die Welt von morgen?” gelesen und fragt sich, welchen Platz Deutschland im Spiel der Großmächte einnehmen soll. Sind die gängigen Freund-Feind-Schemata noch gültig bzw. waren sie es je wirklich? Von Christian Schwochert

„Wer beherrscht die Welt von morgen?“ Haben wir uns das nicht alle schon einmal gefragt? Wenn nicht, dann liegt das vor allem daran, dass in Deutschland die Geopolitik ein Feld ist, mit welchem sich nur sehr wenige Menschen beschäftigen. Selbst ich, der ich mich viel mit Politik befasse, habe bisher nur zwei Bücher zu dem Thema gelesen. Das eine ist Gereon Breuers „Geopolitik“ aus der BN-Reihe und das andere habe ich vor Kurzem entdeckt.

 

Es trägt den Titel „Wer beherrscht die Welt von morgen?“ und stammt von Peter Orzechowski. Der Untertitel lautet „Das Endspiel der großen Mächte“, aber im Buch wird klar, dass es sich um ein ewiges Spiel handelt. Nun ja, bei der Weltmeisterschaft im Fußball gibt es auch immer ein Endspiel, aber nachdem der Sieger feststeht, geht es ein paar Jahre später ebenfalls von vorne los.

 

Und so scheint es auch beim Kampf der globalen Mächte zu sein. Vor allem geht es in Orzechowskis Buch um die drei Supermächte USA, China und Russland. Noch steht der Sieger dieses Machtkampfes nicht fest, aber da Russland und China sich verbündet haben und die USA lediglich über politisch nicht zuletzt durch Strippenzieher wie George Soros geschwächte Vasallen verfügen, stehen die Chancen des neuen Ostblocks nicht schlecht.

 

Der Autor beschreibt nicht nur die Großmächte, er geht auch auf Mittelmächte wie die Türkei ein und natürlich befasst er sich, wie schon Peter Scholl-Latour, mit der Einkreisung Russlands durch die NATO. Und er berichtet über die Katastrophen, durch die Deutschlands Stern massiv am Sinken ist: Energiewende, Asylpolitik und Multikultiwahn. Hinzu kommt noch ein recht perverses Doppelspiel, denn einerseits hetzen die Medien in Deutschland in einer Tour gegen Trump und gleichzeitig ketten sie sich auf Gedeih und Verderb an die US-Eliten.

 

Dem Autor zufolge, und ich kann ihm da durchaus zustimmen, sind sowohl die von China geplante „Neue Seidenstraße“ als auch Russlands „Nordstream 2“ gut für Deutschland. Leute, wie der CSUler Weber, wollen aber lieber auf solche nützlichen und sinnvollen Dinge verzichten. Und der Durchschnittsbürger hat wenig Sinn dafür, wie ich vor einigen Jahren bemerkte. Damals ging ich die Straße entlang und es wahr mal wieder Wahlkampf. Eine Kleinpartei warb damit, wie gut Deutschland die neue Seidenstraße tun würde. Ich sah das Plakat und dachte mir: Stimmt.

 

Dann kamen zwei ahnungslose Trottel vorbei, sahen das Wahlplakat, einer las es vor und sie lachten es aus. Wie dumm kann man sein? Nun ja, auf jeden Fall wäre es sinnvoller auf die beiden Projekte zu setzen, als auf das durch umweltschädliche Mittel gewonnene Frackingzeug aus den USA. Haben Sie schon einmal brennendes Wasser aus dem Wasserhahn gesehen? Die Menschen, die in den USA in der Nähe von Frackinggegenden wohnen, schon!

 

Hinzu kommt, dass China und Russland ein recht positives Verhältnis zu Deutschland haben. Das verdanken wir in China zum Beispiel Leuten wie John Rabe, dem guten Deutschen von Nanking. Er hat zigtausende Chinesen gerettet und Jahre später wurde sogar ein Film dazu gedreht, der überraschend gut war. Ein Film mit einem positiven deutschen Helden? Wie ungewohnt, aber mich hat es gefreut.

 

Und Russland verbindet mit Deutschland eine größtenteils positive Geschichte. Viele russische Zaren waren deutscher Abstammung, wie Katharina die Große. Deutsche und Russen arbeiteten zusammen, als es darum ging, Europa von Napoleon zu befreien und die Deutschen halfen Russland beim Friedenskongress nach dem Krimkrieg. Und auch Putin, der jahrelang in Deutschland lebte, ist, das geht aus seinen Reden klar hervor, dem deutschen Volke wohlgesonnen. Man vergesse hierbei nicht, dass es die Russen und nicht die BRD-Regierung waren, die den Journalisten Billy Six mehrmals aus fremdländischen Gefängnissen holten, sodass er zurück nach Deutschland kommen konnte. Das zweite Mal übrigens dank einer Hilfsbitte der AfD, wobei der Partei ERNSTHAFT vorgeworfen wird, dass sie Kontakte zu Russland hat. Ja, warum sollte man den im Umkehrschluss keine Kontakte zu Russland haben?! Sowas nennt sich Diplomatie.

 

Bismarck wusste das, als er sich als neutraler Vermittler im Krieg anbot und danach bei den Russen einen Stein im Brett hatte. Aber da gibt es etwas, was die Beziehungen massiv stört, nämlich all die deutschenfeindlichen Propagandafilme! Oh! Moment mal! Die stammen ja gar nicht aus Russland und China, sondern aus den USA, die doch angeblich unser bester Freund sind? Nun will ich Trump dafür nicht die Schuld geben; er hat an dem linken Misthaufen Hollywood, mit all seinen drogenkonsumierenden Promis, ebenso zu kauen wie wir. Aber Fakt ist nun einmal das seit über 100 Jahren, egal ob im Frieden oder im Krieg, Hollywood antideutsche Propagandafilme vom Stapel ließ.

 

Und dabei war es auch egal ob Wilhelm II, Friedrich Ebert, Paul von Hindenburg, Adolf Hitler, Konrad Adenauer, Ludwig Erhart, Gerhard Schröder oder Angela Merkel an der Macht waren! Diese antideutschen Propagandafilme gehören in Hollywood zur Selbstverständlichkeit und richten im verwestlichten Deutschland einen enormen Schaden an, zumal ja aus unseren Filmstudios leider nicht mit deutschenfreundlichen Propagandafilmen gegengesteuert wird.

 

Der Punkt ist jedenfalls: Wir dürfen nicht vergessen, welche Macht die Eliten in den USA haben. Eliten, die zum Teil sowohl Deutschland als auch Trump feindlich gegenüberstehen. Gewisse Dinge werden in den USA immer getan und dabei ist es fast egal wer Präsident ist. Um auf das Buch zurückzukommen; der Autor vergleicht das Verhalten der verschiedenen Präsidenten, von den Bushs bis Trump und stellt fest, dass bestimmte rote Linien beibehalten werden. Trump sagte ja selbst, dass für ihn Amerika an erster Stelle steht (eigentlich eine Selbstverständlichkeit, dass für einen Politiker sein eigenes Land die Nummer eins ist). Das bedeutet aber auch, dass er im Zweifelsfall nicht so nett zu uns sein wird, wie beispielsweise die uns wohlgesonnenen Russen. Schon weil die USA andere Interessen haben als Russland.

 

Die USA, Russland und China sind Großmächte. Deutschland ist, wenn es sich Mühe gibt, bestenfalls eine Mittelmacht. Und das ist angesichts seiner Größe auch in Ordnung, aber unser Problem ist, dass die Politiker der Altparteien nicht entsprechend handeln. Ihre Aufgabe wäre es, das Beste für Deutschland herauszuholen. Und das bedeutet im Ernstfall, wie bei der Seidenstraße oder dem Gaspipelineprojekt der Russen, auch mal nicht auf die USA, die NATO oder EU-Bürokraten zu hören, sondern das zu tun, was notwendig ist. Allerdings verhalten sich einige aus den Altparteien wie Vasallen der Hintermächte in den USA und andere wie weltfremde One-World-Fanatiker, die einen Weltstaat anstreben. Das tut unserem Land nicht gut und wird von anderen natürlich eiskalt ausgenutzt.

Die Pipeline und die Seidenstraße sind zwei Chancen für Deutschland, sich ein Stück weit aus dem Würgegriff der globalistischen Eliten zu befreien und sich zwei starken Nationalstaaten zuzuwenden, welche natürlich ebenfalls Pläne und Hintermächte haben, deren Pläne jedoch das Überleben unseres Volkes und Vaterlandes beinhalten. Die Pläne von Globalisten wie George Soros beinhalten die Abschaffung der Völker und Nationen, wohingegen die Pläne von Männern wie Putin den Erhalt ebendieser zum Ziel haben. Also müsste eigentlich klar sein, an wessen Seite wir uns stellen sollten. Nämlich an die Seite derjenigen, bei denen wir weiterexistieren dürfen.

Quelle: http://www.druffel-vowinckel.eu/?id=705