Alternative Geschichte - 2 patriotische Buchreihen

 

Ob „The Man in the High Castle" oder „Iron Sky", Alternative Geschichte erfreut sich wachsender Beliebtheit und regt die Fantasie von Hobby-Historikern und Patrioten an. Unser Gastautor hat eine der bekanntesten deutschen „Alternative Geschichte"-Buchreihen und eine patriotische Trilogie mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Lohnt sich der Kauf?

 
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In unserem geliebten Deutschland gibt es viele patriotische Sachbücher, deren Autoren sich für den Erhalt unseres Landes und Volkes einsetzen. Mutige Männer wie Sarrazin und Pirincci sind wohl beinahe jedem ein Begriff. Und das natürlich zu Recht. Aber um unsere Heimat zu retten, ist offenkundig noch weitaus mehr nötig. Zumal auch die Deutschlandabschaffer nicht schlafen. Linke Autoren geben zahlreiche Sachbücher heraus, besonders vom Zeitgeist durchtränkte Unterhaltungsliteratur. Ich denke jedoch, dass wir diesen Leuten das Feld der Unterhaltungsliteratur auf gar keinen Fall kampflos überlassen dürfen! Es ist höchste Zeit, ihnen dort etwas entgegenzusetzen. Einige Autoren tun dies bereits.

Schon seit Jahren erscheinen die patriotischen Buchreihen „Kaiserfront Extra“ und „Heimat ist ein Paradies“, wobei von letzterer erst zwei Bände erschienen sind, zwischen deren Erscheinen mehrere Jahre liegen. Allerdings ist ein „Heimat ist ein Paradies“-Buch mit jeweils fast 600 Seiten auch so dick wie drei „Kaiserfront Extra“-Bücher. Entsprechend länger dürfte das Schreiben dauern.

Doch worum geht es in den beiden Buchreihen? In „Heimat ist ein Paradies“ kehrt ein junger Russlanddeutscher in das Land seiner Vorväter zurück. Er lernt das Land kennen, welches er zuvor nur aus der Ferne und aus Erzählungen kannte. Zwar findet er in der neuen Schule rasch Freunde, aber schnell offenbaren sich auch unversöhnliche Gegner, die ihn wegen seiner Liebe zu Deutschland verabscheuen und mit allen Mittel des sogenannten „Kampfs gegen Rechts“ bekämpfen. Als er mit seinen Freunden eine eigene Schülerzeitung gründet, stößt das den Linken bitter auf und sie versuchen, die Zeitung zu zensieren. Das nicht-linke Projekt wird mit allen hinlänglich bekannten Mitteln bekämpft, aber die Schüler lassen sich freilich nicht unterkriegen. Am Ende des zweiten Bandes wird einem von ihnen ein Verbrechen angelastet, weil er zufällig in der Nähe des Tatorts war. Sofort machen sie sich auf den Weg, den wahren Täter zu ermitteln. Wie dieser Fall ausgeht, werde ich als Leser wohl erst in Band 3 erfahren. Einziger Kritikpunkt ist, dass erst lange nach Band 1 der Zweite erschien und sich der Autor mit dem dritten Band ebenfalls recht viel Zeit lässt.

Anders sieht es da mit der „Kaiserfront Extra“-Buchreihe aus, der Nachfolgereihe von „Kaiserfront 1949“ und „Kaiserfront 1953“. In der Extra-Buchreihe wird von verschiedenen Autoren beschrieben, wie Deutschland den 1. Weltkrieg haushoch gewonnen hat. Es handelt sich also um patriotische Alternativweltliteratur. Inzwischen sind sieben Bände erschienen und mindestens zwei sollen dieses Jahr noch herauskommen. Fünf von den Extra-Büchern wurden von Christian Schwochert geschrieben und jeweils eins von Armin von Hohenstein und Stefan Köhler. Trotz unterschiedlicher Autoren ist die Qualität der Bücher gleichbleibend spitzenklasse.

Man wird ja noch träumen dürfen...

Weil Deutschland den 1. Weltkrieg gewonnen hat, was sich gewiss viele Patrioten wünschten, bleibt das Land ein Kaiserreich und stellt in Band 1 der „Kaiserfront Extra“-Reihe auch im besiegten Frankreich die Monarchie wieder her. Da die Briten jedoch nicht friedensbereit sind und eine Invasion Englands nicht machbar erscheint, marschieren die deutschen Truppen über das ebenfalls besiegte und teilweise ins Reich eingegliederte Italien in Ägypten ein und kämpfen sich in Band 2 und 3 der Reihe bis nach Kapstadt durch. Schließlich sind die Briten nach einer blutigen Seeschlacht vor Helgoland zum Frieden bereit, wobei es nur ein Frieden auf dem Papier ist. Heimlich planen die Angehörigen der britischen Hochfinanz weitere Attacken gegen Deutschland.

Das Deutsche Kaiserreich ist durch seine Siege zum mächtigsten Land Europas geworden und gründet den „Nordischen Bund“, dem zum Schluss auch Finnland beitritt. Allerdings droht weiterhin Gefahr; vor allem aus dem Osten, wo Stalin inzwischen die totale Macht in der Sowjetunion an sich gerissen hat. Der Diktator versucht dem finnischen Beitritt zum Bund zuvor zu kommen und marschiert in das winterliche Land ein. Es gibt einen „Winterkrieg in Finnland“. Eine Besonderheit an dem Buch ist die Widmung, Autor Christian Schwochert hat es Donald Trump gewidmet.

Das Herr Schwochert anständigen Menschen aus den USA freundlich gesinnt ist, zeigt auch seine Widmung in Band 7, den er General Robert E. Lee gewidmet hat. Dort geht er auch auf die linke Denkmalschändung gegen Lee in Charlottsville ein. Durch die „Kaiserfront Extra“-Bücher lernt man sehr viel über das eigene Land, aber man erhält auch Einblick in die Mentalitäten anderer Völker. So führt einen der fünfte Band nach Spanien, wo sich aufgrund der linken, christenfeindlichen Verfolgungen durch die sogenannte „Volksfrontregierung“ ein gewisser General Franco gezwungen sieht, gegen die Regierung in den Kampf zu ziehen. Unterstützung erhält er dabei vom Kaiserreich.

Action wird in der Buchreihe groß geschrieben. Es gibt viele Schlachten und einzelne Gefechte, aber auch zahlreiche politisch unkorrekte Seitenhiebe. Und man lernt einiges über Politik und Strategie. So zum Beispiel in Band 7, wo die Deutschen noch während des 1. Weltkrieges den klugen Schachzug begehen, in Rumänien einen ihnen freundlich gesonnenen König einzusetzen. Aber auch in Band 6, der im Osmanischen Reich spielt, dass aufgrund des deutschen Sieges ebenfalls nicht untergegangen ist und von Mustafa Kemal Atatürk als Kanzler mitregiert wird.

Selbstverständlich braucht jede gute Buchreihe eine Hauptfigur. In „Heimat ist ein Paradies“ ist das Frank Uffelmann. Und in „Kaiserfront Extra“ ist es, wie schon in den Vorgängerreihen, Hans von Dankenfels. Der junge deutsche Soldat sammelt seine ersten Kampferfahrungen bei der erfolgreichen Niederschlagung der roten Rebellen in Kiel 1918. Er ist ein Soldat der Kaiserlichen Schutztruppe, kurz Kastrup. Im Laufe der Jahre steigt er immer weiter auf; im spanischen Bürgerkrieg ist er bereits General. Die Figur des Hans von Dankenfels zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Buchreihe.

Allerdings gibt es eine Ausnahme: Im Rumänienband kommt er nur am Rande vor, was auch gar nicht anders möglich ist, da er erst zur Armee ging, nachdem Rumänien längst besiegt war. Die Handlungen in dem osteuropäischen Staat werden daher hauptsächlich aus der Perspektive des mit von Dankenfels befreundeten Friedrich Ranke beschrieben. Die beiden lernen sich allerdings erst am Vorabend des Afrikafeldzuges.

Die folgenden beiden Bände wurden bereits vom Verlag angekündigt. Diesmal geht es nach Irland und der Autor spart einmal mehr nicht an politisch unkorrekten Seitenhieben. Woher ich das weiß? Nun, weil der von London in Irland eingesetzte schurkische Vizekönig Emanuell Wacron heißt. Ein Schelm, wer dabei an den französischen Rohrkrepierer Emmanuel Macron denkt.

Ich als Leser kann es kaum erwarten, bis die nächsten „Kaiserfront Extra“-Bücher erscheinen. Und ich hoffe, dass „Heimat ist ein Paradies“-Ausgaben folgen werden. Manche Bücher sind so gut; sie müssen einfach fortgesetzt werden! Als Leser ist man doch sehr betrübt, wenn plötzlich Schluss ist. Besonders wenn, wie bei den Büchern zur Krimiserie „Monk“, die seit Jahren vorhandenen Werke einfach nicht mehr übersetzt werden.