Freier Kapitalverkehr, kein Personenverkehr

Griechenland verzichtet auf die Sanierung seiner maroden Wirtschaft. Dann behalten wir eben die ganzen Ingenieure, meint Felix Huber.

Athen/Berlin. Autos, Touristen und Eurorettungspakete aus Deutschland waren in den letzten Jahren in Griechenland stets gern gesehen. Idealisten könnten glatt auf die Idee kommen, die Hellenen hätten eine Schwäche für alles Germanische entwickelt. Dieser Exporteuphorie verpasste man im schönen Mittelmeer Urlaubsland nun aber einen empfindlichen Dämpfer. Denn ein Erzeugnis dürfen die Deutschen nach wie vor gerne behalten. Trotz Wirtschaftskrise scheint man zurzeit kaum auf eine deutsche Fachkräftezuwanderung angewiesen zu sein. Trotz der Abschiebemisere kommt es nämlich immer mal wieder zu versuchten Rückstellungen von Asylforderern, für die Griechenland von rechts wegen zuständig ist.

Aus irgendeinem, unerklärlichen Grund lehnten sie 97 Prozent dieser Kulturbereicherer wieder ab. Ganz so, als würden sie diese zur Sanierung ihrer maroden Wirtschaft gar nicht benötigen. Ja, ja aber nachher wieder schön auf die deutsche Dominanz schimpfen, wenn syrische Ingenieure hier das nächste Wirtschaftswunder erzeugen.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0