Wir gratulieren zur Freilassung

Billy Six zurück in Deutschland

Liebe Freunde,

 

Vier Monate saß der freischaffende deutsche Journalist Billy Six in einem venezuelischen Geheimdienstgefängnis in Isolationshaft. Hofgang und wichtige Medikamente wurden ihm erst nach mehreren Hungerstreiks gewährt.

Medienkampagnen und politische Betroffenheitsreden wie im Fall Deniz Yücel blieben aus. Heiko Maas ließ den Eltern kurz vor der Freilassung noch mitteilen, selbige nicht zu fordern und auch nicht gegen die Verhaftung protestieren zu wollen.

Ein politischer Zusammenhang mit Billy Six Auftraggeber, der konservativen Jungen Freiheit, kann nicht bewiesen werden, scheint aber doch sehr naheliegend.

Nun wurde Six kurzfristig freigelassen. Unbestätigten Berichten zufolge gab eine Intervention des russischen Außenministers Sergej Lawrow den Ausschlag. Den ebenfalls unbestätigten Kontakt vermittelte demnach Peter Bystron von der AfD.

Die Familie Six war Sergej Lawrow aber möglicherweise auch noch von der Verhaftung Billy Six in Syrien im Jahre 2012/13 bekannt. Damals kam der junge Journalist bestätigter Maßen nur nach einer Intervention desselbigen russischen Außenministers frei.

 

Was auch immer letztendlich den Ausschlag für den Gesinnungswandel des venezolanischen Regimes gab, war er kaum auf den Einsatz der deutschen Regierung zurückzuführen.

Sowohl Billy Six, als auch seine Eltern erhoben nach seiner Ankunft am Berliner Flughafen Tegel schwere Vorwürfe.

O-Ton des Heimkehrers: „Vor allem bin ich immer noch sehr, sehr unter Schock, dass ausgerechnet die deutsche Botschaft in Caracas mich ja nicht nur im Stich gelassen hat, sondern alles getan hat, damit ich da lebendig begraben werde und letztlich ja, verrecken sollte“.

Unser Autor Jang Modert schrieb schon vor einigen Monaten: „Er würde bei seiner Rückkehr zwangsläufig zum Sinnbild der ganzen Heuchelei der politisch-medialen Kaste avancieren. Und dieser Geist wäre wohl so bald nicht mehr in die Flasche zu kriegen“.

Damit dürfte zumindest geklärt sein, dass die Bundesregierung auf jeden Fall über ein unmittelbares Motiv für die von Billy erhobenen Vorwürfe verfügte.

Die Eltern werfen ihr „Unterlassung“ vor und kündigten nach Berichten des RBB eine Klage an. In diesem Rahmen wird sich hoffentlich noch etwas mehr Licht auf diesen düsteren Fall werfen lassen.

 

Einstweilen gratulieren wir jedoch im Namen der Redaktion einfach herzlich zur Freilassung unseres mutigen Kollegen und wünschen Billy und der ganzen Familie Six ein freudiges und wohlverdientes Wiedersehen.

 

Die Krautzone Redaktion

 

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