Der Sozialstaat: Mehr Krux als Sinn

Unser Gastautor Can Ilgar hält den „Sozial"-Staat für ein Instrument gesellschaftlicher Spaltung. Er gefährde die ökonomische Stabilität und behindere gesellschaftlichen Wohlstand. Eine Streitschrift wider Umverteilung und staatliche Bevormundung.

Zeiten der Masseneinwanderung und der sozialen Ungerechtigkeit machen es Deutschland nicht leicht. Während sich der kleine deutsche Bürger um sein Eigentum und seine Existenz sorgt, wird immer wieder darüber gesprochen, wie man die sogenannte „Soziale Gerechtigkeit“ mittels des Sozialstaats wiederherstellt. Dabei sollten Experten lieber investigieren, ob dieser Sozialstaat aus ökonomischer Sicht überhaupt eine Perspektive besitzt und ob er den Bürgern wirklich mehr Nutzen als Schaden bringt.

 

Der Sozialstaat, der sich als „Mutter der sozialen Sicherheit“ ausgibt und behauptet, den kleinen deutschen Mann vor den großen Bedrohungen der Wirtschaft zu schützen und seine Existenz zu wahren, hat genau das verfehlt. Durch seine Interventionen hat der Sozialstaat den Bürger lediglich seines Einkommens und damit den Früchten seiner Arbeit beraubt. Das Perfide an der ganzen Sache ist jedoch, dass der Sozialstaat durch seine Großzügigkeit, durch fehlerhafte Umverteilungen und wahlloses Geldausgeben die ökonomische Stabilität gefährdet.

 

Dies führt nicht nur dazu, dass sich die staatlichen Finanzausgaben erhöhen, sondern auch, dass die Gelder, welche ursprünglich für die Steuerzahler gedacht waren, knapp werden. Ein Paradebeispiel hierfür ist die Völkerwanderung nach Deutschland, die durch den Sozialstaat ausgelöst wurde. Aufgrund der massenhaften Einwanderung hunderttausender Migranten, welche dem Sozialstaat bis heute auf der Tasche liegen, entstand ein wirtschaftlicher Milliardenschaden, der sich in den nächsten Jahren zu einem Billionenschaden auswachsen kann. Dadurch sind viele staatliche Handlungsfelder in ihrer Geldversorgung gefährdet.

 

Auch durch anderweitige staatliche Eingriffe, die vermeintlich dem Schutz dienen, wird die Fortschrittlichkeit einer Gesellschaft, insbesondere  ökonomischer Art, gehemmt. Ein Beispiel hierfür ist der Patentschutz. Er soll einen bestmöglichen Schutz von Erfindungen gewährleisten. Hört sich im ersten Moment gut an, besitzt aber große Nachteile. Da Dritte aufgrund von Patenten nur erschwert sinnvolle Entwicklungen an Erfindungen durchführen können, wird der Wettbewerb behindert und die Verbreitung von neuem Wissen gebremst. Zudem verbrauchen patentierte Produkte Ressourcen, die an anderen Stellen sinnvoller eingesetzt werden könnten. Würde sich der Staat aus der Förderung patentierter Produkte raushalten, könnte man nachhaltige Investitionsmöglichkeiten durch Institute oder Stiftungen schaffen, die aufgrund des Interesses an den Entwicklungen sogar mehr Geld fließen lassen würden. Dadurch steigert man das ökonomische Wachstum – und Wachstum bedeutet Wohlstand.

 

Ein Beispiel für eine typische sozialstaatliche „Politik der guten Vorsätze“ mit katastrophalen Folgen ist die Rente. Gehen wir davon aus, dass ein Arbeiter 2.500€ Brutto im Monat verdient, von denen 1.500€ netto nach Steuern und anderen Abgaben übrigbleiben. Von seinen ursprünglichen 2.500€ werden ungefähr 410€ für den Rentenversicherungsbeitrag abgezogen. Würde er diesen Betrag monatlich zurücklegen, würde er aufgrund der stetigen Reduzierung der Rentenbeiträge ein höheres Kapital generieren, als wenn er diese Beiträge in eine staatliche Renten-„Versicherung“ einzahlt. Da die Rentenbeiträge deutlich niedriger ausfallen als angenommen, rentiert sich eine private, marktorientierte Rentenversicherung.

 

Handelte man statt nach sozialstaatlichen Anreizen nach liberalen Ökonomie- und  Gesellschaftsprinzipien, gewönne man nicht nur ökonomisches Wachstum durch stetig fortschreitende Entwicklungen, sondern auch  gesellschaftlichen Wohlstand. Anstatt die Steuerlast immer weiter zu erhöhen, sollte der Staat darauf abzielen, dem Bürger Steuerabgaben nach ordnungsstaatlichen Regelungen zu ermöglichen. Ein Ordnungsstaat, also ein schlanker und starker Staat, der sich nur auf die innere- und äußere Sicherheit beschränkt und dem Bürger die bestmögliche Sicherheit gewährleistet, ist mit minimalen Steuerabgaben geknüpft. Dadurch, dass in einem Ordnungsstaat ein freier Markt herrscht, werden auch geldpolitische Interventionen weitestgehend vermieden. Dadurch sparen die Menschen ihr Geld, nehmen dieses also aus dem umlaufenden Kreislauf des Geldverkehrs und lassen die Kaufkraft des vorhandenen Geldes steigen. All dies führt letztendlich zu einem positiven Profit.

 

 

Wer sich näher mit der Thematik auseinandersetzen möchte, dem sei das Buch „Was nun? Vom Sozialstaat zum Ordnungsstaat" von Dimitrios Kisoudis empfohlen. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Augustin (Mittwoch, 31 Oktober 2018 14:27)

    Erstaunlicher Artikel. Wer ist denn dieser Autor? Scheint unbekannt.

  • #2

    Gunther Herzberg (Donnerstag, 01 November 2018 21:08)

    Der Patentschutz ist schon seit seiner Einführung ein Kontraprodukt.