Pauline pöbelt - Hip Hop ist Ohrenkrebs!

Ist Hip Hop Musik? Unsere wütende Praktikantin Pauline meint NEIN! und sagt dem deutschen Sprechgesang den Kampf an.

„Baby gib mir mehr von dem was du Liebe nennst, auch wenn es keine Liebe ist, ich liebe es. Hilf mir zu vergessen was war. Ich park‘ mein Herz bei dir heute Nacht.“ Diese Zeilen sind derzeit das Nonplusultra was die deutsche Musikszene zu bieten hat. Der 28-jährige deutsche Julian Otto hat damit gerade alle Rekorde gebrochen. Noch nie hat es ein Lied von Platz 51 direkt an die Spitze der offiziellen Hitparade geschafft und noch nie hielt sich ein Hip-Hop-Lied länger auf Platz eins gehalten. „Was du liebe nennst“ ist zudem das am längsten auf Platz eins platzierte deutschsprachige Lied seit zehn Jahren.

 

Wenn der Social-Media-Redakteur der NEON von dem

Rapper schwärmt, kann man sein hartes Glied beim Lesen förmlich spüren. 

 

 

Derlei geistiges Ejakulat wäre nicht weiter erwähnenswert, wenn nicht selbst die Kollegen aus der „Szene“ in die gleiche Kerbe schlagen würden. Die Hip-Hop-Online-Seite „16-Bars" schreibt beispielsweise: "Das Soundbild schwebt irgendwo zwischen basslastiger Trap-Musik und sphärischer Cloud-Rap-Atmosphäre." Ok, ich verstehe kein Wort, aber wie kann man bitte eine auto-tune-durchdrängte Vergewaltigung der Ohren als „sphärisch“ bezeichnen? Wie ist es überhaupt möglich, dass Journalisten versuchen, sich intellektuell mit deutschem „Sprechgesang“ von irgendwelchen kriminellen Vorstadtkindern auseinanderzusetzen und diese Penetration der Ohren noch als „Kunst“ bezeichnet wird?

 

Man analysiert doch auch keine Fürze und versucht diese anschließend musikhistorisch zu kategorisieren. Scheiße ist einfach Scheiße!

 

 

Aber das scheint in unserer beliebigen Zeit niemand mehr zu verstehen. So besticht Julian Ottos Lied beispielsweise durch die circa 0,03 Oktaven umfassende Stimme, was dazu führt, dass die Wörter des Refrains merkwürdig langgezogen werden und mit einer völlig deplatzierten Elektrostimme zusätzliche verunstalten werden müssen. „Hilf mir zu vergessen was war“, wird auf diese Weise zu „Hilf mir zuu vergessen was waaaahhaaaahhaaahr“ Was schon bei Cher – die im Gegensatz zu diesem Otto tatsächlich singen kann – nicht cool war, wird auch knapp 20 Jahre später nicht besser.

 

Übrigens wird der toughe Vorstadtrapper natürlich nicht mit seinem normalen Namen angesprochen, sondern er nennt sich Bausa. Bei seinen kleinen Hip-Hop-Gangster-Freunden genau das gleiche. Bonez MC heißt in Wirklichkeit John Lorenz Moser. RAF Camora ist Raphael Ragucci und der brutale Kontra K heißt bürgerlich ganz langweilig Maximilian Diehn. Aber klar, die pubertierenden Kinder brauchen natürlich krasse Namen um mit ihren Kanakenkollegen mithalten zu können. Daher ist es auch kein Wunder, dass Bausa in Jungen Jahren „ziemlich viel Scheiße“ gebaut hat. Jugendheim, Erziehungsheim, Drogen, die ganze Palette. Naja, wenigstens geht einem Bausa nicht permanent mit seiner schweren Kindheit und seinen Pseudoproblemen aus dem „Ghetto“ auf die Eier. 

 

Dieses Spezialgebiet ist vor allem den Kanaken vorbehalten. Diese erzählen uns in einfältigstem Kümmeldeutsch aus ihrer harten Jugend und dem Leben auf der „Straße“.

 

Wirklich auf der Straße gelebt hat natürlich keiner von ihnen – solche Leute zünden sie bekanntlich lieber an – aber was soll‘s.

 

Auf jeden Fall wissen sie „was abgeht“ und wie man sich draußen in der Hood zu verhalten hat. Dabei zeigen sie uns ihre Härte am Liebsten, in dem sie aufzählen wen sie schon alles gefickt haben oder zukünftig noch ficken wollen. Im Zweifelsfall ist sogar der Hörer selbst gemeint, aber den verkifften Hip-Hip-Jüngern ist das ohnehin alles scheißegal. Viele Kanaken-Rapper schaffen es sogar, zu betonen wie krass und hart sie sind, während sie im selben Atemzug rumjammern, wie schwer es für sie als Migrant in Deutschland ist und wie gemein die Gesellschaft zu ihnen und ihren Ghettofreunden ist. Natürlich kriegen sie das alles nur hin in miesestem Kanakensprech und frei von jeglichem Talent. Mich würde mal interessieren wie viele Rapper überhaupt Noten lesen, geschweige denn ein Instrument spielen können. Sie gebärden sie sich wie asoziale Wichser in ihren Videos und heulen anschließend rum, dass sie nicht akzeptiert werden.

 

Mindestens genauso schlimm wie die möchtegernharten Ghettorapper sind auf jeden Fall ihre Hörer. Besonders stechen hier die deutschen Schwuchtelstudenten hervor, die einen auf hart machen wollen und meinen sie müssten aus diesem Grund irgendwelchen Gangsterkanaken mit dem Durchschnitts-IQ eines Tellers nacheifern. Jungs, ihr seid dadurch einfach noch peinlicher als ihr ohnehin schon seid. Ihr Lappen heult rum, wenn jemand an der Uni das Wort Neger benutzt, aber wenn eure muslimischen „Brudis“ „deine Mutter doggystyle hinter der Bühne ficken“, dann klatscht ihr Beifall. Jemand, der deutsch spricht als wäre er als Kind vom Baum gefallen ist euer großes Vorbild. Und ja, die Kanakisierung der Jugend kotzt mich an. Aus Mozart ist Bushido geworden und aus Beethoven Farid Bang.  Leute, die es früher nicht mal zum Kloputzassistenten gebracht hätten, haben heute Millionen Fans und dürfen ihren geistigen Dünnschiss durch alle Kanäle jagen. Ich könnte kotzen!

 

 

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Kommentare: 8
  • #1

    Heimdall (Dienstag, 30 Januar 2018 18:50)

    Dem ist nichts hinzuzufügen

  • #2

    Hoffizier (Mittwoch, 31 Januar 2018 20:38)

    Dieser Beitrag zeigt sehr gut auf, dass aus dem Land der Dichter und Denker das Land der Richter und Henker geworden ist.
    Der Artikel ließt sich wie eine Analyse der Sturm und Dränger, bei dem man bewusst Schiller, Herder und Goethe ausklammert: Was übrig bleibt ist großspuriger Bockmist. Kaum Verwunderlich, dass die Autorin keinen Gefallen an der einzigen Musikrichtung findet, welche die Tradition der Dichter und Denker aufleben lassen kann.
    Das poetische Wissen der Autorin scheint auch nicht wirklich um das Wissen der im Artikel genannten Interpreten hinaus zu gehen, denn genauso wie diese ist es ihr nicht möglich zwischen Lyrischen-Ich und Lyrischen-Du und einem echten Ich/Du zu unterscheiden, was selbst die genannten Fans wohl schaffen.
    Der Fokus auf Kanacken-Rapper ist ohnehin im Rap nicht angebrachten, denn dort verhält es sich wie in guten Gesellschaften: Die Masse ist Farbig, doch die Spitze ist Weiß.
    Und so sind die großen Rapper in Deutschland auch alle Weiß: Prinz Pi, JAW, Hollywood Hank, Kollegah, Nico, Maxim, Casper, Karuzo, Favorite, etc, etc, etc. -> Keine Kanacken
    Natürlich haben auch die einen Künstlernamen, liegt vielleicht daran, dass die Leute einen klaren Schnitt zwischen Realität und ihrer poetischen Aktivität wollen. Natürlich ist dies auch eine künstlerische Tradition (Beispiele: Tina Turner, Nena, Thomas Anders, Roland Kaiser, Elton John, Sting, Bruce Willis, Sky Du Mont, u.v.m sind alles Künstlernamen).

    Aber selbst wenn wir mal gelten lassen, dass Deutschrap Ohrenkrebs ist, wie kommt man dann trotzdem dazu dies zu hören? Einfache Antwort: Im Gegensatz zu anderen Musikrichtungen brauchst du keine Drogen zum hören.
    Gute Musikrichtungen, wie Klassik (Übrigens nutze Mozart eine sehr fäkale Sprache), Jazz/Swing/ (und mehr gibt es auch nicht) habe in Deutschland null gute Interpreten und International ist es auch eher eine suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.
    Pop wird zunehmen monotoner und inhaltlich beschränkter (in Studien bewiesen).
    Und der Rest (Techno, Rock, Schlager, Raggae) ist nur auf Drogen zu genießen.
    Was bleibt also übrig, wenn man trotzdem Musik hören will? Genau, der Ohrenkrebs.
    Also sich auch die Autorin eingestehen: Die verhassten Kanacken-Rapper, so schlecht sie auch sein mögen, gehören zu den Top 100 der aktuell aktiven deutschen Interpreten. Das finde ich übrigens auch persönlich sehr traurig, dass ein Fischverkäufer in der Top100 ist, aber das ist die Realität.
    Aber keine Sorge, International sieht das auch nicht besser aus.

  • #3

    Espada (Donnerstag, 01 Februar 2018 20:55)

    In der Metal-Szene findet man durchaus noch sehr anspruchsvolles deutsches Liedgut. Der Stil (vor allem der Gesang in Form von Screams, Growls etc.) ist aber leider nicht jedermanns Sache.

  • #4

    Markus (Dienstag, 27 Februar 2018 17:40)

    Hüpf Hopf kann man nun nicht täglich hören - bin auch selbst schon Ü40. Da erst recht nicht und von manchem monotonen Sprechgesang bin ich sehr schnell genervt. Aber Dein Urteil ist doch zu rigoros. Es gibt auch kreative und lustige Sachen. In welcher Musikrichtung wird noch kreativ mit der deutschen Sprache gepielt? Klar kommt das alles ursprünglich aus Amerika, aber es hat sich hier auch eigenständig weiter entwickelt. Ist doch besser, die Kinder hören überhaupt etwas deutschsprachiges. Und politisch korrekt ist das Zeug doch nun überhaupt nicht. Oder hast Du schon mal gendergerechten Rap gehört?

  • #5

    Thomas (Mittwoch, 25 April 2018 21:21)

    Hip Hop bzw. Rap würde ich allenfalls als eigenständige Kunstform bezeichnen, nicht aber als Musik. Kunstform wohlgemerkt nur für einen kleinen Teil der "Songs". Ich höre das nicht (selber: Prog Rock, Metal, auch mal Jazz und Klassik), denke aber , dass der deutsche Ableger sowieso ca. 10 Jahre der USA hinterher hinkt.

  • #6

    RambaZamba (Mittwoch, 18 Juli 2018 18:37)

    @Hoffiziert:
    "Die Masse ist Farbig, doch die Spitze ist Weiß.
    Und so sind die großen Rapper in Deutschland auch alle Weiß: Prinz Pi, JAW, Hollywood Hank, Kollegah, Nico, Maxim, Casper, Karuzo, Favorite"

    Was?
    Erstmal würde ich Leute wie JAW oder Hollywood Hank nicht wirklich zu den "großen Rappern" zählen. Sicher, wenn sie was rausbringen wird über sie in den Hip Hop Medien berichtet. JAW ist mit seinem großen Comeback Album das viele erwartet haben grad mal auf Platz 14 gekommen. Summer Cem (Rapper mit türkischer Abstammung) ist seit 12 Wochen in den Charts (JAW ist wieder raus) und war zur besten Zeit auf Platz 7.

    Auch sonst gibt es viele nicht-weiße Rapper die "an der Spitze" (auf jeden Fall mehr an der Spitze als JAW) sind. Haftbefehl, Bushido, Farid Bang, Summer Cem, Afrob, Sami Deluxe, Azad, Massiv, Tarek, B-Tight, Harris, Denyo, Xatar..

  • #7

    MOZART (Montag, 20 August 2018 22:51)

    ICH FIND PAULINE HAT RECHT .WILLKOMMEN IN DER KLOSCHÜSSEL DER MUSIKGESCHICHTE !RAP IST AN SICH SCHON SCHLIMM GENUG,ABER DEUTSCH SCHLÄGT DEM FASS DEN BODEN AUS.NULL GEHIRN,NULL STIMME ,NULL NOTENKENNTNISSE,NULL AURA,NULL GUTES AUSSEHEN WIE ZB.ELVIS PRESLEY .AN SEINE LEGENDE ODER MICHAEL JACKSONS/FRANK SINATRA/DEAN MARTIN/ARETHA FRANKLIN KOMMEN DIE ALLE NIEMALS AUCH NUR ANNÄHREND RAN.UND SOLANGE ES NOCH MENSCHEN MIT GESCHMACK GIBT WERDEN SIE ES AUCH NICHT.EIN VERGLEICH WÄRE AUCH LÄCHERLICH,DENN ES WÄRE SO ALS OB MAN DEN GESCHMACK VON SCHEISSE MIT EINEM SCHOKOLADEN-EISBECHER MIT SAHNE VERGLEICHT !ABER FAN VON JEMAND ZU SEIN DER GARNICHTS KANN SAGT VIEK ÜBER EINEN SELBST AUS.VIELE SPIEGELN SICH SICHER SELBST UND DENKEN DER IST GENAUSO TALENTLOS WIE ICH UND IST IM FERNSEHEN!DAS KANN ICH DANN AUCH.WÄHREND EIN JUNGER ELVIS PRESLEY VON AUSSEHEN UND STIMME LICHTJAHRE VON JOSEF JEDERMANN ENTFERNT UND UNERREICHBAR SCHEINT.WOBEI HEUTE AUCH EIN JUSTIN BIBER RELATIV GUT AUSSIEHT ZUM GROSSEN REST.NAJA IST MIT AM ENDE AUCH EGAL,DA ICH KEINE RAP-FANS KENNE,DA ICH AUS EINER AKADEMISCHEN FAMILIE STAMME UND MEDIZEN STUDIERTE WOHNE ICH AUCH ZUM GLÜCK DORT WO NIEMAND SOWAS HÖRT.DA WÄRE AUCH MEHR ALS PEINLCH IM BEKANNTENKREIS.

  • #8

    Tine (Montag, 20 August 2018 23:28)

    Ja ,Ich glaube zwar auch wie mein Vorschreiber das Menschen mit akademischen Abschluss und Berufen wie Manager,Arzt oder Rechtsanwalt prozentual fast nie Hip Hop hören,aber sehe das entspannter und streite mich nicht über Musikgeschmäcker.Natürlich wird niemand von heutigen Deutsch-Rappern Elvis Presley überholen zu dessen Villa 41 Jahre nach seinem Tod monatlich 60.000 Fans pilgern.Das werden sie sicher bei keinem Rapper nachdem der 40 Jahre Tod ist.Aber auch eine Madonna hält sich schon eine Ewigkeit und Whitney Houston und Amy Winehouse sind auch schon Legenden!Diese beiden höre ich sehr gerne und ja auch mal Helene Fischer.Aber ich lasse jedem seine Musik und er soll mir meine lassen.Ich höre ab und zu fast alles aus verschiedenen Richtungen und und Zeitepochen wie ein Rap von 50 cent/Rock and Roll der fünfziger/Dancefloor oder Klassik je nach Stimmung.Das bringt Abwechslung und keine Eintönigkeit.Störend an Rap finde ich allerdings Gewaltverherrlichung ,Frauenverachtung und nieveaulose Fäkalsprache !Ansonsten soll jeder machen wie er denkt und es ist auch altersabhängig denn ich glaube das manch einer sich mit 40 oder 50 Jahren sich selbst nicht mehr erklären kann warum er das mal toll fand !Einfach allen Leuten viel Spass mit welcher Musik auch immer! In diesem Sinne "Gute Nacht"