Der Schlächter von Kandeln – Chronologie des Versagens

Warum der deutsche Staat „mitgemessert“ hat.

Nach Bluttaten wie der in Kandel fragen sich viele, ob so eine Tat nicht hätte verhindert werden können. Klar, möchte man einwerfen, wenn die Grenzen geschützt und das Asylrecht gemäß Dublin angewendet worden wäre. Leider hat sich die deutsche Kanzlerin gegen geltendes Recht gestellt und Deutschland eigenhändig zum weltweiten Asyldrehkreuz Nummer eins gemacht. Trotzdem ist es lohnenswert, sich die verschiedenen Stufen des Versagens des deutschen Rechtsstaates und der im Fall Abdul Mobin agierenden Personen einmal genauer vor Augen zu führen. Das multiple Versagen aller Akteure dürfte manchem Leser die Wut emporschnellen lassen. Bei akutem Bluthochdruck bitte nicht weiterlesen.

 

 

1. Versagen:

Abdul reist mit seinem Cousin im April 2016 illegal nach Deutschland ein. In Frankfurt wird er das erste Mal registriert, obwohl er direkt wieder nach Hause hätte geschickt werden müssen.

 

 

2. Versagen:

Bei der Registrierung gibt er an 15 Jahre alt zu sein, was bei einem Blick auf sein Foto schon fast als Verächtlichmachung deutscher Beamten betrachtet werden muss. Sein aggressiver Blick wird durch tiefe Falten unterhalb seiner Nasenflügel und oberhalb seines ausgeprägten Kinns verstärkt. Vermutlich blicken wir in das Gesicht eines jungen Mannes Mitte 20. 

 

Warum verzichtet eines der modernsten und technologisch fortschrittlichsten Länder der

Welt auf eine Untersuchung der selbstgemachten Angaben von Asylbewerbern? 

 

Wir klären 20 Jahre zurückliegende Morde anhand von DNS-Spuren auf, wir erforschen das Alter von skelettierten Dinosauriern, bauen selbstfahrende Autos, fliegen in den Weltraum, aber wir schaffen es nicht das Alter junger Asylbewerber zu kontrollieren? Bei Tests in Deutschland und Dänemark (anscheinend ist es ja doch möglich?) wurde ermittelt, dass zwischen 40 und 75 (!!) Prozent der „minderjährigen“ Flüchtlinge in Wirklichkeit Erwachsene sind. Bereits nach solchen Testergebnissen sollte man „erwachsene Minderjährige“ ohne Nachsicht direkt in den Flieger nach Hause setzen.

 

Wessen erste Handlung gegenüber einem aufnehmenden Gastland

die dreiste Lüge ist, der gehört umgehend abgeschoben! 

 

Diese Tests wären somit eine wunderbare Möglichkeit, um die Ehrlichkeit der einreisenden „Flüchtlinge“ zu überprüfen.

 

 

3. Versagen:

Es ist natürlich schwierig die Beziehung von Mias Familie zu Abdul von außen zu beurteilen, aber einige bekanntgewordene Aussagen deuten auch hier auf erschreckend naive Handlungsweisen hin. Zuerst einmal wundert man sich über die blauäugigen Aussagen des Vaters „Wir haben ihn aufgenommen wie einen Sohn. Er hatte doch sonst niemanden.“ „Er ist nie und nimmer erst 15 Jahre alt. Wir hoffen, dass wir durch das Verfahren jetzt sein richtiges Alter erfahren.“

 

Warum akzeptiert der Vater – bzw. nimmt ihn auf wie einen Sohn – einen jungen Mann von dem er selbst glaubt, dass dieser deutlich älter als die erst 15-Jährige Tochter ist? Zumal selbst gutgläubigen Zeitgenossen die jüngsten „Erfahrungen“ mit „jungen“ Flüchtlingen nicht entgangen sein sollten.

 

Natürlich muss man dem Vater zugutehalten, dass auch für ihn die Situation nicht unbedingt einfach war. Ein väterliches Verbot des Umgangs mit Abdul hätte wahrscheinlich Trotzreaktionen oder ähnliches bei der jungen Tochter bewirkt. Trotzdem bleibt hier ein fader Beigeschmack und man ist geneigt der Familie typisches Gutmenschentum zu attestieren. Erinnerungen an die bestialisch ermordete Maria Ladenburger werden wach, deren ganze Familie sich in der „Flüchtlingshilfe“ engagierte.

 

 

4. Versagen:

Abdul wird wegen einer Körperverletzung im November dieses Jahr polizeilich registriert. Man stelle sich mal vor, jemand betritt illegal das eigene Haus und lügt einem erstmal dreist ins Gesicht. Trotzdem ist man bereit die Person zu versorgen. Als Dankeschön schlägt sie einem anschließend in die Fresse und alles was man tut ist, es auf einem kleinen Zettelchen zu vermerken. Klingt bescheuert? Das ist Deutschland anno 2017.

 

 

5. Versagen:

Abdul lauert der verängstigten Mia auf, bedroht und beleidigt sie, nachdem sie sich  notgedrungen von ihm getrennt hat (Freundinnen via BILD: „Der Abdul war immer so eifersüchtig und fies“). Die Eltern erstatten schließlich Anzeige wegen Beleidigung, Nötigung und Bedrohung. Was macht die Polizei? Die Polizei hält dem vorbestraften Schläger, der sich illegal im Land aufhält und es nicht einmal für nötig hält zur Vernehmung zu erscheinen, eine „Gefährderansprache“. („Die individuelle Ansprache signalisiert dem potentiellen Gefährder, dass polizeiliches Interesse an seiner Person besteht“).

 

Die staatlichen deutschen Institutionen dürften Abdul spätestens

zu diesem Zeitpunkt als einzige Lachnummer erschienen sein.

 

 

6. Versagen:

Dem deutschen Staat reicht es offenbar nicht, der Ermordung seiner eigenen Bürger Vorschub zu leisten und munter mitzumessern. Nach dem Tod müssen die Opfer noch perfide instrumentalisiert und ihrer Würde beraubt werden. So bezeichnet das staatliche ZDF die abscheuliche Tat als „Streit unter Jugendlichen“. Nach dieser Logik war der Zweite Weltkrieg wahrscheinlich auch ein „Streit zwischen mehreren Ländern“. Mancher erinnert sich vielleicht auch an den „Streit zwischen Nazis und Juden“ in den 1930er und 1940er Jahren oder an die „Streitereien zwischen Türken und Armeniern“ Anfang des letzten Jahrhunderts.

 

Liebes ZDF: Das absichtliche Abschlachten eines jungen,

wehrlosen Mädchens mit einer 20 Zentimeter langen Klinge

ist kein „Streit“, sondern ein bestialischer Mord!

 

Und es ist auch keine „Beziehungstat“, wie uns einige Medien weismachen wollen. In weiten Teilen Afghanistans – falls der Mörder überhaupt aus dem Land kommt – ist es selbstverständlich, dass Ehrverletzungen mit dem Tod geahndet werden, sogar innerhalb der eigenen Familie. Dieses Vorgehen wird als „Badal“ bezeichnet und wird von dem Schweizer Professor Albert Stahel folgendermaßen definiert: „Badal bedeutet Rache und kann im Falle von tor (Ehrverletzung) nur mit dem Tod geahndet werden.“ Die Ehre Abduls wurde durch die Zurückweisung seines „Eigentums“ Mia verletzt.

 

 

7. Versagen:

Gegen Abdul wurde Haftbefehl wegen Totschlags, nicht wegen Mordes, erlassen, obwohl dieser sein Opfer ganz bewusst mit einem Messer abpasst. Zum Vergleich: In Altena hält ein stark angetrunkener Mann, dem gerade das Wasser von der Stadt abgestellt wurde, dem Bürgermeister ein Messer an den Hals, was der einfach wegdrücken kann. Die leichte Schnittwunde braucht danach lediglich geklebt werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt anschließend wegen versuchten Mordes.

 

 

8. Versagen:

Das Strafmaß: In Deutschland sind Personen mit 14 Jahren strafmündig. Bis zum Alter von 17 Jahren werden Verdächtige als Jugendliche gezählt, zwischen 18 und 21 Jahren als Heranwachsende. Sollte Abdul tatsächlich nach Jugendstrafrecht verurteilt werden, drohen ihm im ersten Fall maximal 10 Jahre bei einer Verurteilung wegen Mordes und bei Totschlag gerade einmal fünf Jahre. Im zweiten Fall ist bei Mord eine Maximalstrafe von 15 Jahren möglich, bei Totschlag würde sie bei zehn Jahren liegen. Zusätzliches Gimmick für den Täter: Er darf im Knast eine Ausbildung machen und kann bereits nach der Hälfte der Strafe auf Bewährung entlassen werden.

 

Wer jetzt einwendet, dass ja auch Erwachsenenstrafrecht, also „lebenslänglich“ möglich sei, der sollte bedenken, dass auch ein Großteil der lebenslänglich Verurteilten nach 15 Jahren wieder auf freiem Fuß ist. Konkret bedeutet das, dass Abdul spätestens nach 15 Jahren, eher früher, munter weitermessern darf, während von der lebensfrohen Mia nur noch Knochen übrig sein werden.

 

 

9. Versagen:

Die deutschen Medien instrumentalisieren die Tat, um den Menschen ihre vollkommen verständlichen Ängste und Reaktionen zum Vorwurf zu machen. Anstatt den Asylirrsinn und die damit verbundenen, zahlreichen von Flüchtlingen begangenen Morde und Vergewaltigungen endlich zum Anlass für Kritik und journalistische Aufarbeitung zu nutzen, wird die Bluttat auf perfide Weise gegen das eigene Volk verwendet. „Hauptsache niemand wagt es, jetzt fremdenfeindliche Parolen zu schwingen“. Niederträchtiger kann man dem Leser seine eigene politische Anschauung nicht vermitteln.  

Kommentar schreiben

Kommentare: 0