Beethoven - Die Magie der 9. Sinfonie

Jeder kennt Beethovens 9. Sinfonie, aber wer hat sie sich schon einmal vollständig angehört?

Vor 190 Jahren starb der große Ludwig. Und hinterließ ein musikalisches Lebenswerk, das seinesgleichen sucht. Die letzte vollendete Sinfonie, eines der wohl bekanntesten Stücke Beethovens, markiert den Höhepunkt seines Schaffens und läutet eine neue Epoche ein: Die Romantik. Jeder kennt das wohl berühmteste Stück der Weltgeschichte, aber wer hat es sich schon einmal in voller Länge und bei absoluter Konzentration angehört? Wohl die Wenigsten.

 

Heute hat man kaum mehr Geduld ein fünf Minuten

langes Stück zu Ende zu hören. Keine Zeit vergeuden.

 

Aber diese Zeit sollte man sich für eines der größten Werke deutscher Muikgeschichte nehmen. Zumindest ein Mal. Man wird auf ein abwechslungsreiches Stück stoßen, das vielfältiger ist, als das berühmte Kurzthema, das jeder kennt. Beethoven setzte neue Maßstäbe. Das allegro ma non troppo des ersten Satzes stößt auf eine energische Quarte, welche die Übergänge von d-Moll zu A-Dur melancholisch und zugleich kraftvoll erscheinen lässt. Du verstehst nur Bahnhof? Wir auch. Von sowas haben wir keine Ahnung! Was wir aber wissen, dass die Neunte ein absolut geniales Stück Musikgeschichte ist, das, mit der „Ode an die Freude“ von Beethovens Kumpel Friedrich Schiller abschließend vertont wurde. Seit 1972 ist die „Ode an die Freude“ die offizielle Europahymne. Und wird seitdem zu den unterschiedlichsten Großevents missbraucht.

 

Der einzelne Vers Schillers „Alle Menschen werden Brüder“ wird aus dem Kontext gerissen und lässt den Internationalisten regelmäßig die Freudentränen in die Augen schießen. Wer Schiller kennt, weiß, dass er der Letzte gewesen wäre, der dergleichen gebilligt hätte.

 

Nichtsdestotrotz hindert dich das nicht daran, die Kopfhörer aufzuziehen und in die Musikgeschichte eintauchen. Gänsehaut garantiert.

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